Religionsfreiheit - das wichtigste Menschenrecht

Christenverfolgung – was klingt wie ein Begriff aus lange vergangener Zeit, ist auch heute noch aktuell. Volker Kauder war 13 Jahre Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und hat die Beschäftigung mit diesem Thema zu seinem Markenzeichen entwickelt. Er berichtete, dass er mit Staatschefs auf dem gesamten Erdball („außer Nordkorea – dem ist es wurscht, was wir über ihn sagen“) über Religionsfreiheit diskutiert habe. In China, wo es staatlich überwachte Gottesdienste gebe, in Indien, wo man nur noch ein richtiger Inder sei, wenn man Hindu sei, in Indonesien, wo politische Parteien neuerdings auf Religionszugehörigkeiten abzielten, im Orient, wo der sog. „Islamische Staat“ wüte, und auch in der Türkei, die der winzigen christlichen Minderheit im Land den Bau von Kirchen schwermache.

Und Kauder betonte, wie wichtig dieser Einsatz sei, denn Religionsfreiheit sei das elementarste Menschenrecht – wo dieses nicht gewährleistet sei, stehe es auch um die anderen Menschenrechte nicht gut. Er erlebe leider, dass die Missachtung der Religionsfreiheit um sich greife: Früher sei es in der Regel staatliche Unterdrückung und Verfolgung abweichender religiöser Gruppen gewesen; heute finde sie vielfach dort statt, wo staatliche Gewalt versage und „Warlords“ oder nichtstaatliche Terrorgruppen die Macht an sich rissen.

Dabei sei sein Fokus zwar primär das Beistehen bedrängter Glaubensgeschwister, aber er berichtete zugleich über den Einsatz für jesidische Frauen und bedrängte Gläubige jedweder Religion, deren Schutz auch unsere Aufgabe sei. Wichtig sei, so Kauder: „Wir müssen zu unserem Glauben und zu unseren Werten stehen. Dazu gehört, dass wir die Religionsfreiheit in Deutschland hochhalten.“ Sonst sei man weltpolitisch nicht glaubwürdig.

Dr. Roy Kühne MdB (r.), auf dessen Einladung der Abend stattfand, überreicht Volker Kauder anlässlich des Nikolaus-Abends einen Stiefel mit regionalen Harzer Köstlichkeiten.

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