St. Norbert-Kapelle

Die St. Norbert-Kapelle lädt ein zu Gebet, Gottesdienst und Meditation. Morgenimpuls, Mittagsgebet oder abendlicher Abschluss können mit Musik oder Bildimpressionen untermalt und vertieft werden.

In der Form eines Oktogons gebaut, erinnert die Kapelle an das Zelt, das Abraham auf seinem Weg nach Kanaan mit sich führte. Abraham und sein Volk bewahrten Gott in ihrem Herzen und opferten ihm unterwegs auf Steinaltären. So wird die Kapelle als Ganzes ein Zeichen für eine Kirche, die wandernd unterwegs durch Zeit und Raum ist.

Die achteckige Grundform erinnert zugleich an die Stiftsruine St. Georg, die sich in unmittelbarer Nähe zum St. Jakobushaus befindet.

Die acht bodentiefen Fenster der Kapelle wurden vom Künstler Hermann Gottfried gestaltet. Sie stellen den Heilsweg der Menschheit als pilgerndes Gottesvolk dar.

Im Mittelpunkt der St. Norbert-Kapelle befindet sich ein als Oktogon angelegter Altar, dessen Sockel als Gitterwerk gestaltet und in Bronze gegossen ist. Die acht Medaillons stellen Geschehnisse aus den Evangelien dar, die mit Leben, Sterben und Auferstehung Jesu in direktem Zusammenhang stehen. Das bronzene Rankenwerk, durch das die Medaillons miteinander verbunden sind, ist von Josef Baron, einem Meister sakraler Kunstwerke, konzipiert.

Das Kruzifix stammt aus Spanien und ist aus Privatbesitz nach Goslar gekommen. Es handelt sich um eine bereits zu romanischer Zeit gefertigte Replik. Zu jener Zeit stellte man nicht den leidenden Herrn dar; die Gestalt des Leibes deutet stattdessen auf die königliche Würde hin, die auch im Martyrium nicht verlorenging.

Im späten Mittelalter setzte sich in ganz Europa ein neues marianisches Andachtsbild durch, die Pieta. Es stellt Maria dar, wie sie den Leichnam ihres Sohnes am Karfreitag auf dem Schoß hält. Die Pieta in der Kapelle stammt wahrscheinlich aus der Schule Hans Wittens, der auch die spätgotische in der St. Jakobikirche zu Goslar gestaltet hat.

Im Vorraum der Kapelle befindet sich eine „Christus-Scheibe“ als rundes geschliffenes Glastransparent, die, von Ludwig Baur aus Telgte entworfen, vor dem Bau der Kapelle im Andachtsraum des St. Jakobushauses ihren Platz hatte. Ihr ist nach Art einer Glasradierung der auferstandene Christus eingraviert. Durch ihre transparente Gestaltung ist die dahinterliegende Landschaft sichtbar; so symbolisiert die Scheibe, wie Christ_innen die Welt neu im Lichte des Auferstandenen wahrnehmen.

 

Der Patron der Kapelle ist der Hl. Norbert, der von 1126–1134 Bischof von Magdeburg war und in dieser Funktion auch mehrmals nach Goslar reiste. Er war zugleich Stifter des Prämonstratenserordens, dessen Mitglieder sich zu Armut, Enthaltsamkeit und Gehorsam verpflichten. Er wurde 1582 heiliggesprochen, sein Gedenktag ist der 06. Juni.

 

Im Vorraum der Kapelle befindet sich eine Holzplastik von Bischof Norbert. Sie wurde von einem unbekannten, wahrscheinlich sächsischen Bildschnitzer im 15. Jahrhundert erstellt und war ursprünglich wohl für einen spätgotischen Altarschrein gedacht.

 

 

 

 

Weitere Informationen, vor allem zu den einzelnen Fenstern der St. Norbert-Kapelle, können Sie der Broschüre entnehmen, die in der Kapelle ausliegt.

In der St. Norbert-Kapelle werden fast täglich kurze Morgenandachten für die Teilnehmenden der Seminare des St. Jakobushauses angeboten. Regelmäßige Gottesdienste finden immer am 1. Sonnabend im Monat um 19 Uhr als Abendlob-Eucharistie statt. Weitere Informationen zu Gottesdiensten in Goslar und Umgebung finden Sie hier.

Selbstverständlich steht Ihnen die St. Nobert-Kapelle im Rahmen Ihres Aufenthalts im Haus frei zu Verfügung. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Kapelle gegen eine geringe Aufwandsentschädigung zu mieten – etwa für Taufen, Hochzeiten, Jubiläen oder andere Anlässe. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Tagungshausmanagerin Frau Marina Riede: riede@jakobushaus.de; Tel.: 05321/3426-18.

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